Medicus-Praxis
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Herz, gib den Ton an

Unser Herz bildet sich als erstes Organ in der sechsten Schwangerschaftswoche und schlägt für den Rest unseres Lebens. Unser Herzschlag ist jedoch nicht regelmäßig. Das Herz muss sich ständig den Umgebungsbedingungen anpassen z. B. bei Stress oder körperlicher Tätigkeit, aber auch im Schlaf oder in Entspannungsmomenten. Selbst unsere Gedanken und Emotionen beeinflussen unseren Herzschlag unmittelbar. Diese Anpassungsprozesse drücken sich in der Herzfrequenzvariabilität aus. 

Unser Sinusknoten gibt als „Schrittmacher“ des Herzens einen regelmäßigen Herzrhythmus vor. Je nach Bedarf wird dieser über unser Hormon- und Nervensystem angepasst.

 

Dieser Anpassungsprozess ist lebenswichtig. Eine geringe Herzratenvariabilität deutet auf einen erheblich schlechteren Gesundheitszustand hin als eine hohe (d. h. flexible) Herzratenvariabilität. Eine HRV-Messung gibt anhand von verschiedenen Auswertungsparametern Aufschluss über die Fähigkeit des Organismus, den täglichen Anforderungen gerecht zu werden, über die Höhe des Stresslevels, die Gesundheitsprognose uvm. 

Im Zusammenhang mit der Herzratenvariabilität (HRV) spricht man auch von der „Regulationsfähigkeit“ des Organismus.

Was man als „Selbstheilungskräfte“ bezeichnet, ist im Grunde Selbstregulation. Ist diese Regulationsfähigkeit gestört, entstehen in einem Drei-Phasen-Modell der Krankheitsentstehung aus den Regulationsstörungen zunächst Verstimmungen, 

Funktionsstörungen und dann Krankheiten. Eine HRV-Messung ist daher eine Möglichkeit, Störungen bereits frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls die Regulationsfähigkeit zu unterstützen und so der Entstehung von Krankheiten vorzubeugen. 

Die Herzratenvariabilität ist ein anerkannter medizinischer Parameter, der auch in der klinischen Diagnostik verwendet wird, z. B. für 

  • Risikodiagnostik (z. B. HRV als Risikomarker für Herzkreislauferkrankungen, frühzeitiges Erkennen des Gefährdungsrisikos für diabetische Neuropathie) 
  • Präventionsdiagnostik / Gesundheitsprognostik 
  • Stressbelastungsdiagnostik 
  • Therapiekontrolle (z. B. bei psychophysiologischen Behandlungen mittels Betablockern, Antiarrhythmika, Diuretika und blutdrucksenkenden Mitteln) 
  • Evidenzbasierte Diagnostik für Medizin und Komplementärmedizin, z. B. bei der Evaluierung der Wirkung komplementärmedizinischer Behandlungsmethoden 
     

Das nicht-invasive Herzfrequenzvariabilität-Diagnostiksystem Nilas MV® wird zur Analyse der biorhythmischen Prozesse des menschlichen Organismus verwendet. Als Grundlage dieser Methode wird eine neu entwickelte Informationstechnologie, die „fraktale Neurodynamik“, zusammen mit einer Kardiofrequenz-Messung verwendet. 

Bei der Entwicklung des Systems wurden die aktuellsten Entdeckungen aus Biologie, Physiologie, Genetik und klinischer Medizin verwandt, auf deren Grundlage neue und hochinformative Parameter für die Einschätzung des funktionellen Zustandes des menschlichen Organismus erarbeitet wurden. 

 Mit diesem EKG abgeleitetem markt-führendem Messverfahren der Herzfrequenzvariabilität HRV lassen sich fundierte Aussagen zu körperlichen und psychischen Prozessen belegen. Hiermit lässt sich der individuelle Gesundheitsstatus gut darstellen. 

Mittels individuell ermitteltem Atemrhythmus und persönlicher Sounddatei kann gut ein ausgleichender Herzrhythmus eingestellt werden. 

Hinweis: Die Kosten für die HRV werden derzeit noch nicht von den Gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen, obwohl sie eine seriöse, sinnvolle und präventiv wichtige Untersuchungsmethode darstellt, die u. a. in den Leitlinien unterschiedlicher Fachgesellschaften empfohlen wird.

 

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